B r a i n - P a i n t i n g
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Unser Gehirn besteht aus 100 Billionen Nervenzellen, die untereinander verschaltet sind. Zwischen ihnen werden Informationen mit Hilfe elektrischer Signale übermittelt. Diese können an der Kopfoberfläche mit Hilfe von Elektroden gemessen und aufgezeichnet werden (Elektroenzephalogramm, EEG): Die gemessenen Signale können elektrisch positiv oder negativ sein. Wird einer Person vor einem Hintergrund von vielen Standardreizen ein seltener Reiz präsentiert, so kann ein positives elektrisches Signal ungefähr 300 Millisekunden danach im Scheitelbereich des Kopfes in Form eines typischen Wellenmuster gemessen werden, die sog. P300. An ihr lässt sich ablesen, dass die Person den seltenen Reiz erkannt hat.



Indem der Computer das Gehirnsignal über mehrere Wiederholungen hinweg beobachtet, kann er feststellen, welche Auswahl (Buch-
stabe) die Versuchsperson sich ausgesucht hat. Er geht einfach davon aus, dass es diejenige ist, auf deren Aufleuchten das Gehirn mit einer Wellenform antwortet, die am stärksten nach einer P300 aussieht – und das ist diejenige Wellenform, die 275 bis 325 ms nach dem Aufleuchten am stärksten von den anderen Wellenformen abweicht.



Links: Räumliche Verteilung der P300. Sie ist am stärksten über der Kopfmitte ausgeprägt (rot).
Rechts: typische Wellenform einer P300 (rot, gemittelt über 1000 Verläufe).
Grün: Verlauf des EEG, wenn ein Standardreiz dargeboten wird.
Darunter der Informationsgehalt der P300.



8x6 Brain-Painting-Matrix








































Adi Hoesle beim Brain Painting. Das Bild wird während dem Entstehungsprozess direkt auf die Wand projiziert.










































B-P 9/2009 (Performance während einer BCI Conference, Berlin, 2009)










































Neo Rauch beim Brain Painting im Atelier eines befreundeten Künstlers, 2010

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